Eigentlich sollte es ein geruhsames Wochenende mit kurzem Besuch im Prater werden, als ich im Juli 2006 nach Wien gefahren bin. Irgendwie bin ich vom Prater aber nicht losgekommen. Der Wiener Prater ist eigentlich eine grosse öffentliche Parkanlage und der kleinere Teil mit den Attraktionen und Fahrgeschäften heisst im Volksmund Wurstelprater. Dort ist auch der Eintritt frei, allerdings muss man für jedes Fahrgeschäft extra zahlen - leider nicht zu knapp. Trotzdem bietet der Wiener Prater eine ganz besondere Atmosphäre.
Mit das wichtigste war mir eine Fahrt mit dem Boomerang, ein sog. Shuttle Coaster von Vekoma, der einmal vorwärts durch einen Korkenzieher und einen Tunnel fährt und das gleiche dann wieder rückwärts. Die Bahn hatte ich schon bei meinem letzten Besuch vor 10 Jahren dort gesehen und mir geschworen, ihn irgendwann mal zu fahren. Eine sehr schöne Bahn, die trotz ihrem Alter noch erstaunlich sanft läuft und die ich zweimal gefahren bin.
Mindestens genauso wichtig war mir Volare, eine sog. Hochschau-Achterbahn vom Hersteller Zamperla mit einer Höhe von 24m, die durch mehrere enge Kurven fährt, einige Überschläge macht und das alles in einer liegenden Position ... man liegt quasi unter den Schienen. Leider schlägt sie bei der ersten Kurve etwas, aber mir hat das den Fahrspass nicht verdorben und ich bin die Bahn mehrmals gefahren.
Gefahren bin ich dann auch noch Extasy, ein Rundfahrgeschäft in der Halle mit Überschlägen und langen Überkopf-Fahrten ... der Operator kann ganz schön aufdrehen und eine heftige Fahrt bieten, wenn er will - und bei meiner Fahrt hat er es getan. Und Wien war auch meine Premiere für die Glocke, die inzwischen ja an den Hansapark verkauft wurde.
An Circus Hoppala, den Ejection Seat und den Turbo Boost habe ich mich dann allerdings nicht rangetraut, obwohl vor allem die letzten beiden sehr verlockend und interessant auf mich wirkten.