HANSA-PARK

Natürlich war ich als Hamburger schon oft im HANSA-PARK, da er ja gleich vor meiner Haustür ist. Es ist ein kleiner, sauberer Park mit günstigen Preisen und unterschiedlichen Attraktionen für jung und alt. Ich hatte ihn immer als kleinen Bruder des Heide-Parks betrachtet - vor allem wegen der für mich attraktiveren Fahrgeschäfte im Heide-Park. Das änderte sich zum Teil 2009 mit der Eröffnung des "Fluch von Novgorod", einer Stahl-Achterbahn vom Modell Eurofighter.

Das besondere dieser Bahn ist ein Katapultstart im Dunkeln in 1,4 Sekunden von ca. 20 km/h auf 100 km/h und der Abschluss, bei dem der Wagen - wiederum im Dunkeln - senkrecht hochgezogen wird, bevor er im 97°-Winkel (also etwas mehr als senkrecht) nach unten stürzt.

Schon seit 1980 gibt es dort auch Nessie, eine Stahlachterbahn des berühmten Herstellers Schwarzkopf - damals die erste stationäre Achterbahn mit einem Looping. Das Besondere im HANSA-PARK ist auch, dass die Schienen der zweiten Achterbahn Rasender Roland durch den Looping von Nessie führen.

Immer wieder gerne bin ich auch die Glocke gefahren, ein Hochfahrgeschäft in Form einer Glocke mit am Klöppel angebrachten nach aussen gerichteten drehenden Sitzen. Die 80 Tonnen Gesamtgewicht pendeln bis zu 70 km/h und bis maximal 120 Grad in jede Richtung. Leider wird sie ab der Saison 2020 nicht mehr im Park stehen.



Seit 2015 gibt es KÄRNAN (vollständiger Name: DER SCHWUR DES KÄRNAN - Hüte Dich vor seinem Bann!) - einen Hyper-Coaster der Firma Gerstlauer. Der von weitem schon sichtbare Turm ist 79 m hoch, die maximale Schienenhöhe 73 m - der First Drop geht 67 m in die Tiefe. Die Bahn erreicht auf der gesamten Streckenlänge von 1.235 m eine Geschwindigkeit bis zu 127 km/h.

Das Besondere an KÄRNAN ist, dass es auf dem Rücken liegend - unterbrochen durch einen Rückwärtsfreifall - den Senkrechtlift hoch geht, wo dann im senkrechten Absturz noch eine 90-Grad-Drehung folgt, bevor es nach aussen und durch das Herz-Element auf die weitere Strecke geht.

Schade, dass er sich inzwischen nicht mehr so ruhig fährt wie am Anfang. In einer Kurve hat letzthin mein Halswirbel geknackt - aber vielleicht nur, weil ich ein alter Knacker bin. ;-)



Eröffnet ist inzwischen auch der Highlander, ein Gyro-Drop-Tower der Weltrekorde: 120 Meter Höhe, 120 km/h Fallgeschwindigkeit und dabei kippende Sitze.

Und so sieht die Fahrt aus der Onride-Perspektive aus.



Die letzten vier Bilder von KÄRNAN sind von Lars Schröder, das letzte Foto vom Highlander hat mir das HAPA-Forum zur Verfügung gestellt - vielen herzlichen Dank.