Toverland

Im Juli 2006 machte ich mich auf, zwei Freizeitparks im benachbarten Ausland zu besuchen. Erste Station war das Toverland (zu deutsch: Zauberland) - ein kleiner und wirklich sehr zauberhafter Park in den Niederlanden, gleich hinter der deutschen Grenze bei Venlo. Die meisten Attraktionen in diesem familienorientierten Park sind in zwei Hallen untergebracht, doch auf dem Aussengelände gab es etwas ganz besonderes für mich.

Was mich da reizte und erwartete, war vor allem Booster Bike - der Prototyp einer Stahlachterbahn vom Modell Motorbike Coaster der Firma Vekoma. Man nimmt auf einem Sitz Platz, der wie ein Motorrad gestaltet ist, beugt sich nach vorn, zieht den Lenker heran und wird damit zeitgleich durch durch Bügel am Rücken und an den Oberschenkeln gesichert. In dieser typischen Motorradfahrer-Position rollt der Zug durch eine leichte Kurve zum Abschusspunkt. Nach kurzem Warten, während Motorengeräusche über die Lautsprecher übertragen werden, erfolgt der hydraulische Abschuss mit einer Beschleunigung von 0 auf 75 km/h in 3 Sekunden.

Die Fahrt war vor allem wegen der Liegeposition in Verbindung mit dem Abschuss (den ich damit auch zum ersten mal erlebte) interessant, aufregend und trotzdem sehr angenehm. Rund 50 mal bin ich an diesem Tag Booster Bike gefahren und musste dazu oftmals gar nicht absteigen, weil der Park an diesem Tag nur wenig frequentiert war.

Neben dem Booster Bike gab es im Toverland kaum etwas, was mich annähernd fasziniert hat. Interessant war allerdings noch die Wasserbahn Backstroke - die Fahrt beginnt in der Halle, dort erfolgt auch eine Drehung und eine kleine Schussfahrt rückwärts, bevor es dann nach draussen geht. Zwei andere grosse Attraktionen, die Holzachterbahn Troy und der Wing-Coaster Fenix gab es zu dieser Zeit leider noch nicht.