Wiener Prater

Im September 2017 habe ich es endlich wieder einmal geschafft, den Prater zu besuchen - dieses mal in Verbindung mit einem Besuch in der Wiener Staatsoper. Der Wiener Prater ist eigentlich eine grosse öffentliche Parkanlage und der kleinere Teil mit den Attraktionen und Fahrgeschäften heisst im Volksmund Wurstelprater. Dort ist auch der Eintritt frei, allerdings muss man für jedes Fahrgeschäft extra zahlen - leider nicht zu knapp. Trotzdem bietet der Wiener Prater eine ganz besondere Atmosphäre.

Dieses mal hatte ich im Vorfeld schon Kontakt mit Karin aus der Nähe von Wien aufgenommen, die - obwohl auch nicht mehr ganz so jung - meine Vorliebe für Fahrgeschäfte mit Loopings teilt.

Los ging es wieder mit den guten alten Bekannten wie z.B. dem Boomerang, einer Stahlachterbahn von Vekoma, wie Sie auch in anderen Freizeitparks öfter anzutreffen ist.

Weitere Station war Volare, eine sog. Hochschau-Achterbahn vom Hersteller Zamperla mit einer Höhe von 24 m, die durch mehrere enge Kurven fährt, einige Überschläge macht und das alles in einer liegenden Position - man liegt quasi unter den Schienen. Leider schlägt die Bahn inzwischen sehr stark.

Gefahren bin ich dann auch noch Extasy, ein Rundfahrgeschäft in der Halle mit Überschlägen und langen Überkopf-Fahrten. Der Operator kann ganz schön aufdrehen und eine heftige Fahrt bieten, wenn er will - und bei meiner Fahrt hat er es getan.

Mit das wichtigste war mir aber meine endlich erste Fahrt mit der Schwarzen Mamba, ein sog. Chaospendel. Die Mamba ist eine als Schlange thematisierte Schaukel, die erhöht steht und über die Straße - beginnend bei etwa 4,5 m Höhe - hinaus schwingt. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h geht es bis zu 40 m hoch. Das Spannende dabei ist, dass man durch die schlangenartigen Bewegungen der beiden Pendelarme nicht ahnen kann, in welche Fahrtrichtung der Schaukelspaß tatsächlich geht. Ich war begeistert von dieser Fahrt.

Mindestens genauso gespannt war ich auf die Fahrt mit dem Turbo Booster - eine Vertikale Hochgeschwindigkeitsschleuder, wie sie der Prater selbst nennt. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h ist man mit dieser Schaukel nochmals schneller unterwegs - natürlich auch mit Loopings in knapp 40 m Höhe. Für mich ebenfalls eine tolle Fahrt mit einer Mischung aus starken G-Kräften und einer wundervollen Aussicht.

Eine andere Art von Schaukel ist Tornado. Hier geht es nicht ganz so schnell zur Sache, aber Loopings gibt es trotzdem - bis in 25 m Höhe. Die Gondel ist freihängend und macht elliptische Bewegungen - leider fühlen sich diese Bewegungen ziemlich mechanisch an und stehen gegen den eigentlich zu erwartenden Rhythmus.

Was jetzt noch bleiben würde ist Ejection Seat (die Kugel) - aber 30 Euro für eine Fahrt waren mir dann etwas zu heftig, zumal ich hier keinen Mitfahrer hatte. Aber es gibt ja noch ein nächstes mal.

Die unteren Bilder von der Schwarzen Mamba und von Tornado hat mir Wolfang Payer von Payer Fotografie zur Verfügung gestellt - vielen Dank. Auf seiner Seite seht ihr diese und viele andere Bilder aus Freizeitparks in voller Auflösung - ein Besuch lohnt sich!