Wiener Prater

Einmal im Jahr zum Wiener Prater ist für mich schon Verpflichtung. Gerade in den letzten Jahren gab es immer wieder einen schönen Zuwachs an neuen Fahrgeschäften, die mich besonders reizten.

Wenn ich nach Wien komme, nehme ich im Vorfeld meist Kontakt mit Karin auf und dieses Mal habe ich auch den Wiener Buam getroffen - beide fahren genauso gerne wie ich mit den wildesten Fahrgeschäften.

Den Boomerang, eine Stahlachterbahn von Vekoma, kenne ich schon lange und inzwischen steht er gar nicht mehr so im Mittelpunkt meines Interesses. Auch bei der Hochschau-Achterbahn Volare schaue ich inzwischen lieber von aussen zu - und bestimmt nicht aus Angst. Die Bahn schlägt inzwischen leider sehr stark.

Seit einiger Zeit steht auch ein fast vergessenes Fahrgeschäft im Prater - der Air Maxx. Früher war er ab und zu auf Volksfesten anzutreffen, bis er lange Zeit eingelagert war und sein erstes Comeback in Linz hatte, bevor er fest in den Prater kam. Wie in einem Karussell schwingen die Gäste bei rund 50 km/h durch die Lüfte, Drehungen sorgen für einen zusätzlichen Kick und optisch ist der Air Maxx ein wirklicher Hingucker.

Aber kommen wir zu den Highlights. Pflicht bei jedem Prater-Besuch ist für mich eine Fahrt mit der Schwarzen Mamba, einem sog. Chaospendel. Die Mamba ist eine als Schlange thematisierte Schaukel, die erhöht steht und über die Straße - beginnend bei etwa 4,5 m Höhe - hinaus schwingt. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h geht es bis zu 40 m hoch. Das Spannende dabei ist, dass man durch die schlangenartigen Bewegungen der beiden Pendelarme nicht ahnen kann, in welche Fahrtrichtung der Schaukelspaß tatsächlich geht.

Eine andere Art von Schaukel ist Tornado. Hier geht es nicht ganz so schnell zur Sache, aber Loopings gibt es trotzdem - bis in 25 m Höhe. Die Gondel ist freihängend und macht elliptische Bewegungen - leider fühlen sich diese Bewegungen ziemlich mechanisch an und stehen gegen den eigentlich zu erwartenden Rhythmus.

Fasziniert war ich früher von der Fahrt mit dem Turbo Booster, der leider nicht mehr im Prater steht. Aber er hat mit dem neuen Booster einen mehr als würdigen Nachfolger gefunden. Am Ende des 60m langen Dreharms ist je eine Gondel mit vier Plätzen montiert sind - jeweils zwei Rücken an Rücken. Sechs Motoren sorgen dafür, dass die Fahrgäste mit bis zu 5 G durch die Luft wirbeln und die Gondeln bewegen sich dabei dank nicht vorhandener Gondelbremse im freien Spiel und dabei sanft und angenehm. Für mich ein Fahrerlebnis, von dem ich süchtig werden kann und meine neue Nummer 1. Und optisch sieht der neue Booster auch Klasse aus.

Ein weiteres Highlight ist der Ejection Seat (die Kugel) - trotz 15 Euro für eine Fahrt ein Erlebnis, das ich bei meinen Besuchen mehrfach haben muss.

Die letzten beiden Bilder zeigen Karin und mich im neuen Booster und im Ejection Seat. Je ein Bild von der Schwarzen Mamba und von Tornado hat mir Wolfang Payer von Payer Fotografie zur Verfügung gestellt - vielen Dank. Auf seiner Seite seht ihr diese und viele andere Bilder aus Freizeitparks in voller Auflösung - ein Besuch lohnt sich!